Foto oben:
Maserati Gran Turismo und charming girls
Fotos unten rechts:
Kompromisslose "Wild Things" KTM X-Box und Lotus Circuit Car
11.13 Uhr: Racer in "Prestissimo"

Im stylischen Video auf dem Grossplasma prügelt ein wild entschlossener Racer
die 700 kg / 220 PS der neuen KTM X-Bow Fahrmaschine in heisser Drift über
einen Rennkurs.

Das Autodebüt auf vier Rädern erinnert zwar im Prinzip an eine rollende Kiste aus
extrem teuerer Kohlefaser. Das Heck ist hoch aufgestellt mit steilem Entenbürzel.

Der zackige Entwurf des österreichischen Designstudio Kiska polarisiert, doch
die meisten Besucher sind wahrscheinlich einfach nur der puristischem Lust auf Leistung total verfallen.

Das Dach, elektrische Fahrhelfer, Klimaanlage, Scheibenwischer, Lüftung oder
ein Soundsystem haben die Österreicher gleich wegrationalisiert. Noch mehr
Ersparnis wäre wohl die komplette Lackierung dann auch noch wegzulassen.

Fehlende Türen werden manch wohlsituiertem Herrn mittleren Alters den Einstieg
das Spassmobil wohl verwehren. Braucht man doch glatt eine portable Stehleiter
um über breite Diffusoren in das hoch umschlossene Cockpit zu gelangen !

Auf Nachfrage im Werk - Bestellungen werden bei Herrn Landl plaziert - sind die
ersten 100 X-Bow mit Auslieferung Ende 2007 bereits abverkauft.

Der Erfolg gibt Hoffnung auf einen Produktionsbeginn mit geplanten 500 Einheiten
im Jahr.


12.01 Uhr: Weniger Gewicht beschleunigt Popometer

Der 650 kg schwere Lotus für die Rennstrecke beschleunigt aus dem Stand
in unter 4 Sek. auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 240 km/h.

Der 1,8-Liter-Vierzylinder Kompressor von Toyota hat ein max. Drehmoment
von 236 Nm. Alternativ ist noch ein "kleinerer" Saugmotor mit 190 PS / 181 Nm
im Programm.

Beiden Aggregaten gemeinsam ist eine manuelle Sechsgangschaltung und
ein Sperrdifferenzial an der Hinterachse sowie ein ABS-Bremsenmix aus AP
Racing- und Brembo-Bauteilen.

Obwohl es als reines Rennauto konzipiert, können sich alle Lotus-Fans auf
einen optionalen 'SVA-Satz' für den Straßengebrauch freuen.

Bei der britischen Neuerscheinung faziniert die schlichte Eleganz im klarem Stile
der Ur-Elise und die Idee eines reinen Rennwagens für die Strasse.

Fotos unten:
Publikumsmagnete Chevrolet Camaro / Spyker C8 Spyder
Fotos unten:
Farblos und teuer Spass: Artega GT
13.33 Uhr: Zukunftvision mit Delbrücker Allerlei

Mit Kombiinstrumenten, Bediensystemen und Navigationssystemen zählt
sich die Paragon AG zu den Innovatoren der Automobilelektronik.

Mit dem Artega GT präsentiert Paragon einen Sportwagen, der auch mit
einem an Informationsquellen erheblich reduzierten Cockpit brillieren soll.

Dabei ist der Artega GT mit 3,95 m nur kurz wie ein VW Polo und mit 1,18 m
so flach wie ein Lamborghini Gallardo.

Der von VW "ausgeliehene" 3,6-Liter-Sechszylinder leistet 300 PS / 350 Nm
Drehmoment und erreicht 270 km/h Spitze. Geschaltet wird per DSG-Getriebe
mit sechs Fahrstufen und beschleunigt in knapp 5 Sek. auf 100 km/h.

Preise ab 75.000 EUR und geplante 500 Stück weltweite Jahresproduktion
sind ein mutiges gestecktes Ziel der Artega GT Initiatoren.

Vielleicht sollte man kurzfristig das per Laptop zugespielte und ruckelnde
"Artega" Logo überarbeiten. Auch die Farbe des - zu nahe an der Ikone 911 - farblosen silber / roten Showcars sollte dringend überdacht werden.

Eine Firma Wiesmann z. B. kooperiert mit Farbenhersteller BASF und erzielt
innovative AHA-Lackierungen Ihrer Ausstellungsstücke.

Vielleicht erinnert dann die Zunkunftsperspektive des Artega GT mehr an
Aufbruchstimmung als an schnöden Workshopcharakter.
Fotos unten:
Träumen limitiert erlaubt: Alfa 8C Competizione
Fotos unten:
American Dream: Mustang by Giugiaro
16.41 Uhr: Chill-Out bei den Messehghlights

Spät am Nachmittag offenbart mir Rossi sein grösstes Geheimnis. Ich hab Ihn... Grübel... Wen ? Den Alfa 8C Competizione !

Das Auto müssen wir dann auf der Messe allerdings gezielt suchen - die Suche gleicht der Metapher "Neger im Tunnel". Die sind
eben so ziemlich unsichbar.

So steht das absolute ALFA Highlight in schlichtem Schwarz in düsterer Ecke. Das zeugt doch von absolutem Understatement,
genialem Wahnsinn oder verschämt versteckter schlechter Qualität der Vorserie ?

Ein richtige Schande - Dabei erinnert der 8C doch nur die berühmten Alfa-Achtzylinder, die grauer Vorzeit in Le Mans, der Targa
Florio und der Mille Miglia dominierten. Zudem zitiert das auf 500 Stück limitierte ausverkaufte Traumauto für ca. 150.000 EUR
die Design-Elemente der Alfa-Ikonen Tipo 33, Giulia TZ und TZ 2.

Der Mustang by Giugiaro im knackigen Metallic-Orange erzeugt dagegen richtig Herzklopfen. Das Teil ist echt rattenscharf, aber
leider auch nur eine etwas ältere "Stimmungsprobe" und ein "Test" nun weitergeht mit der Erfolgsgeschichte des 2005er Original.

Die 500 PS des aufgeladenen V8 der Sportversion des Ford Mustang GT 500 Shelby beeindrucken selbst Herrn Rossi, der mich
penibel bei der korrekten Aussprache des italienischen Topdesigners andauernd verbessert muss.

Aber, aber... Signor Rossi ist denn ein gepflegtes Stottern auf der "Messe aller Träume" nicht vollkommen normal ?

Fotos und Text
Klaus Wolf / Channel Z GmbH
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10.08 Uhr: Die Sonne lacht - Signor Rossi auch

Fragen Sie mal Rossi ! Ferrari, Maserati und Alfa - sonst gibt´s doch Nixe.

Im Kopf erweitere ich die Aufzählung meines italienischen Sitznachbarn
im Flight "LH 3700" um Artega GT, Lotus Circuit Car und KTM X-Bow.

Auf dem Weg zur Ausstellungshalle rät mir Rossi ohne zu Zögern zum
Anstandsbesuch der roten "Hausmarke".

Die Visite gleicht zwar dem Entrée zum berüchtigten Hochsicherheitstrakt
auf "Rykers Island", aber zur Belohnung labe ich mich an Espresso, den
schrillen Prosecco-Mäuschen und div. Suchtformen in Rosso Corsa.

Nur ein paar Schritte weiter beeindruckt der Maserati Gran Turismo mit
4,2 L V8 mit maskuliner Präzens, prallem Luxus und dem unverschämt
breitem Grinsen des verchromten Grills.

"Etwas Deutsch" sucht man zwar die "political correctness" des Schlittens,
lässt sich aber dann von der allgemeinen Begeisterung anstecken.
Bericht / Fotos von Klaus Wolf / channelZ.de

Ob Weltpremiere, ergeiziges Verkaufssoll oder nur planloser Umwelthype...
Für "Signor Rossi" gibt es für den Autosalon Genf 2007 nur ein klares Fazit:

Flotte Schlitten... starke Bräute...